Wir wurden gefragt, ob wir Lust haben eine Rezension über "Wie einfach kann vegane Küche sein" von Bettina Wörther zu schreiben. Da das Buch ziemlich genau das Thema unseres Blogs - alltagstaugliche, einfache vegane Rezepte - trifft, fanden wir die Idee gut.
Bevor ich die Pros und Contras für das Buch gegenüberstelle, möchten wir sozusagen als Ausschnitt das titelgebende Rezept aus dem Buch (so wie wir es zubereitet haben) vorstellen.
In den nächsten Tagen, werden wir noch 2 weitere Rezepte aus dem Buch präsentieren.
UPDATE: das erste Folgerezept ist da: veganer Nudelauflauf mit Paprika und Champignons
UPDATE: und das zweite: vegane Spinatlasagne
Zutaten:
- 400 g Räuchertofu, in Würfeln und in etwas Öl angebraten
- 1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt (am besten nur 2 - 3 richtig große - spart viel Schälarbeit)
- 1 Zwiebel, gehackt
- 1 Dose Mais, abgetropft
- 1 Dose Kidneybohnen, abgetropft
- 3 TL veganes Brühepulver
- 500 ml Wasser
- 5 EL Tomatenmark
- etwas Öl
- Kreuzkümmel, Salz, Pfeffer, Chili oder Paprika Edelsüß (wer es nicht scharf mag)
Zubereitung:
- Zwiebel in etwas Öl andünsten.
- Kreuzkümmel, Chili (oder Paprika), Tomatenmark, Kartoffeln, Brühepulver und Wasser hinzugeben.
- Aufkochen und ca. 15 Minuten mit Deckel bei geringer Hitze köcheln lassen.
- Mais, Kidneybohnen und Räuchertofu hinzugeben und alles erhitzen bis die Kartoffeln die richtige Konsistenz haben.
- Mit Salz und Pfeffer und Co. abschmecken.
Über das Buch
Was uns gefällt
- keine exotischen Zutaten
- einfache Zubereitung
- bodenständige Rezepte
Was uns nicht gefällt
- recht hoher Preis (17,99 €)
- wenig ansprechende Bilder, teils unscharf (wir könnens ja auch nicht besser, aber in einem gedruckten Buch erwarten wir mehr)
- Zubereitungszeiten teils wesentlich höher als angegeben
- Es wird Weißweinessig verwendet, ohne darüber aufzuklären, worauf man achten muss, damit es vegan ist. (hier gibt es Infos, die zeigen, dass das Thema Wein kompliziert ist - ich nutze einfach naturtrüben Apfelessig)
Trotz der Kritikpunkte gefällt uns das Buch gut und wir haben daraus schon mehr gekocht, als aus manch anderen Büchern, die hier herumfliegen. Ist auf jeden Fall eine gute Ergänzung zu Rezepten aus dem Internet. :)
Dieses Grundrezept beschreibt, wie ich Tofu anbrate, um ihn dann für alles Mögliche weiter zu verwenden. Durch diese Zubereitung bekommt der Tofu einen angenehmen Biss und eine leckere Würze, die tatsächlich zu fast allem passt.
Ich habe auch schon einmal 400 g so zubereiteten Tofu peu à peu aus dem Kühlschrank weggenascht, bevor er seinem eigentlichen Verwendungszweck zukommen konnte - oops! :)
Da der fertige Tofu abermals geschnitten werden kann, empfehle ich eine Form die sich einfach braten und wenden lässt, wie z.B. die abgebildete.
Ähnlich wie bei Bratkartoffeln rate ich dazu, nur so viele Tofustücke in die Pfanne zu geben, wie auch Bodenkontakt haben und im Zweifel mehrere Fuhren nacheinander zu braten. Das Ablöschen mit Sojasauce sollte dann erst geschehen, wenn alles gebraten ist und am Schluss noch einmal zusammen in die Pfanne geworfen wird (wegen der am Ende des Posts erwähnten schnell anbrennenden Sojasaucenrückständen).
Zutaten:
- Tofu, in beliebige Form geschnitten
- etwas neutrales Pflanzenöl
- etwas Sojasauce (kein Salz, kein Pfeffer - nur Sojasauce)
Zubereitung:
- Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen.
- Je nach Form Tofu von allen/beiden Seiten goldbraun anbraten.
- Mit wenig Sojasauce ablöschen, so dass der Tofu beim anschließenden Wenden darin von allen Seiten leicht benetzt wird.
- Kurz weiterbraten (bei mir meist etwa 20 Sekunden).
Vorsicht: Aus der richtigen Menge Sojasauce ist das Wasser schnell verdampft und was zurückbleibt verbrennt schnell. Ein bisschen kräftiges Bräunen ist aber erwünscht.
Dieses Rezept entspricht weitestgehend dem von
VeganWelt. Mitterweile haben wir es jedoch schon so oft gekocht und unseren eigenen Weg gefunden, wie es uns am besten schmeckt.
Tofu satt! Ich lieeeebe Tofu! :)
Zutaten:
- 400 g Tofu nach Grundrezept zubereitet
- 250 g Champignons, geviertelt
- 1 Zwiebel, gehackt
- 200 g TK-Erbsen
- 150 ml Sojasahne
- 150 ml Wasser
- 1 TL veganes Brühepulver
- 1 gestr. EL Stärke
- 1 EL getr. Petersilie (oder auch 2 EL frische)
- Öl zum Braten
- Salz, Pfeffer, evtl. Knoblauchpulver
- 2 Tassen Basmati-Reis
Zubereitung:
- Reis wie gewohnt kochen (und gelingt er mit der Wasserreis-Methode am besten)
- Champignons und Zwiebel in Öl etwas anschwitzen und Erbsen hinzugeben, auftauen und etwa 5 Minuten garen lassen.
- Sojasahne, Wasser, Brühepulver und Stärke mit einem Schneebesen vermischen, dann ebenfalls hinzugeben und kurz aufkochen lassen damit die Stärke bindet.
- Petersilie hinzugeben und mit Salz, Pfeffer und evtl. Knoblauch abschmecken.
- Tofu unterheben und mit dem Reis servieren.