Wilmersburger Scheiben vs. Jeezini Santi - Der Vergleich

UPDATE: Zur aktuellen Frage, ob Jeezini doch Palmöl enthalten, bitte diesen Kommentar mit einer Stellungnahme von Vegourmet lesen.

Ich war doch sehr überrascht, im veganen Laden bei mir um die Ecke (muahahaha - ja genau!! ;)) ein neues Produkt namens "Jeezini Santi" der Marke Vegourmet zu entdecken, welches im Prinzip identisch mit den Wilmersburger Scheiben sein soll - nur günstiger.


Auch wenn dies auf der Packung leider noch nicht ersichtlich wird, ist auch der Jeezini Santi palmölfrei, so wie es die Wilmersburger Scheiben seit Kurzem sind (und wie es der Wilmersburger Pizzaschmelz in Kürze sein wird).

Beide Käsealternativen sind mild im Geschmack und gehören zu den käseähnlichsten, die ich kenne. (So weit ich mich erinnere... ;)) Hierbei spielt vor allem auch die Konsistenz eine große Rolle. Während der "Original"-Santeciano in Scheiben geschnitten noch etwas unflexibel und bruchanfällig ist, so ist die Konsistenz der Jeezini-Scheiben einfach überzeugend käsehaft.

Einen Unterschied der beiden Produkte konnten wir im direkten Vergleich nicht eindeutig feststellen. Wenn dann handelt es sich um kaum spürbare Nuancen. Was nicht weiter verwundert, denn insgesamt erweckt es den Anschein, als handele es sich um das gleiche Produkt mit geringfügig anders formulierten Zutatenlisten, anderer Form, anderer Marke und anderem Preis.

Während die Scheiben des Jeezini Santi minimal dicker sind und sich in der 200 g-Packung 10 quadratische Scheiben befinden, sind in der 150 g-Packung der Wilmersburger zwar nur sechs, dafür aber größere Scheiben enthalten.
Das Preisduell gewinnt dennoch das Vegourmet-Produkt bei einem Grundpreis von 1,65 €/100 g. Die Wilmersburger Scheiben kosten 1,99 €/ 100 g.

Mit der Erkenntnis der Gleichheit beider Produkte schein nun auch die Herkunft der Wilmersburger Produkte geklärt. Vermutlich da wo Vegourmet seine Käsealternativen auch schon lange her bekommt: dem griechischen Hersteller Viotros.


Wilmersburger Scheiben
Zutaten: Wasser, 23% Pflanzenöl ungehärtet (Kokos), Kartoffelstärke, Stabilisator: modifizierte Stärke, Meersalz, emulgierende Salze: (Natriumpolyphosphat, Natriumcitrat), vegane Aromen, Konservierungsstoff: Sorbinsäure, Farbstoff: Beta-Carotin.

Jeezini Santi
Zutaten: Wasser, pflanzliche Öle (23%), Stärke, modifizierte Stärke, Meersalz, Emulgatoren Schmelzsalz und Natriumcitrat, vegane Aromen, Sorbinsäure als Konservierung, Farbstoff Betakarotin.

Sojade vegan? - Die endgültige Bestätigung

Die Frage ob Sojade vegan ist oder nicht wird schon seit langer Zeit diskutiert. Vor allem mangelte es lange Zeit an eindeutigen und damit glaubwürdigen Informationen seitens des französischen Herstellers Triballat Noyal.
Erst in den letzten Monaten wurde meines Wissens vom Hersteller erstmals mit dieser Wortwahl bestätigt, dass Sojade "vegan" sei und die Bakterienkulturen "ausschließlich auf Pflanzen" kultiviert würden. Nach jahrelanger Zeit der Umgehung des Begriffes "vegan" und des Blockens sämtlicher Fragen zu den Nährböden ("Betriebsgeheimnis"), erschien es mir verfrüht diesen neuen aber immer noch spärlichen Angaben Vertrauen zu schenken.
Nachdem ich Triballat in diesen Jahren das Leben schwer gemacht hatte, Portale wie vegan.at und ecoinform.de, die Sojade als vegan bezeichneten, dazu bewogen hatte, ihre Angaben zu hinterfragen, durch meine Initiative u.a. die Eisproduktion der Eisbande in Hamburg nun ohne Sojade stattfand und zu immer mehr konsequenten Veganern die Fraglichkeit der Veganität von Sojade durchdrang, habe ich schließlich Ende Oktober von deutschen Vertrieb für Sojade völlig unerwartet das unten abgebildete Schriftstück erhalten. Da auf meine mehrmaligen Anfragen, ob eine Veröffentlichung gestattet sei, in alter Manier nicht geantwortet wurde, habe ich mich nun entschlossen, es ohne explizite Erlaubnis zu veröffentlichen. *zitter* (UPDATE 15.11.2012: Gut drei Wochen nach meiner Anfrage beim deutschen Vertrieb habe ich nun doch eine Erlaubnis bekommen. Zudem wurde mir gedankt für die "für die Hilfstellung [sic], die [ich] geleistet habe[.], indem [ich] nicht aufgegeben habe[.] und immer wieder nachgefragt habe[.]". Das freut doch und bestätigt mir, dass es wichtig ist nachzubohren, da es den Herstellern helfen kann zu verstehen, worauf es für die Veganität eines Produktes ankommt. :))
Auch wenn in dem Schreiben zu einigen Themen noch immer keine detaillierten Angaben gemacht werden und kleine sprachliche Fehler erneut Interpretationsspielraum ließen, so finde ich die Aussage, dass Sojade für eine vegane Ernährung geeignet sei, überzeugend. Hierzu tragen auch der Nachdruck in dem Schreiben und der Versuch auf Details einzugehen bei ("Nebenprodukte" bezeichnet vermutlich Hilfsstoffe). (Ich könnte aber auch nachvollziehen, wenn einige noch nicht überzeugt sind.)
Ich freue mich sehr über diese positive Nachricht und die Bereicherung, die die dadurch auf dem Markt der veganen Sojajoghurts entsteht (schließlich sind dies in Deutschland ansonsten nur Alpro und (Alpro-)Provamel und vermutlich außerdem Joya in Österreich).
Ein bisschen misstrauisch bin ich dennoch, was die Vergangenheit angeht. Entweder hat Triballat einfach nur festgestellt, dass mit der bisherigen Informationspolitik viele Kunden vergrault werden oder es hat tatsächlich eine Umstellung der Produktion gegeben, die Sojade überhaupt erst vegan gemacht hat und es dem Hersteller somit ermöglichte, endlich klare Worte zu sprechen.
Ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben, Sojade zu einer klaren Aussage zu bewegen, die mir Rücken gestärkt haben (denn es gab auch gut Gegenwind), bereichernde Fragen gestellt haben und sich mit mir, auch außerhalb des Blogs, zu dem Thema ausgetauscht haben.
Juhu, es ist vorbei... :) Sojade ist vegan.

vegane Kürbis-Kokos-Suppe

Heute gab es saisongerecht eine schöne Kürbissuppe, dessen Zubereitung auf dem Rezept für Möhren-Kokossuppe basiert, durch den Hokkaido-Kürbis jedoch einen ganz anderen Charakter erhält. Die Suppe ist bestimmt auch ein tolles Halloween-Essen, wenn man nicht nur ein bisschen lumpige Kresse draufwirft, sondern einfach weitere kleine Kürbisse als Schale nutzt, so wie es bei diesem Rezept von Horror-Shop der Fall ist - leider so alles andere als vegan.


Zutaten:
  • ca. 1 kg Hokkaido-Kürbis, mit Schale, beide Enden entfernt, entkernt und gewaschen in ca. 1,5 cm großen Würfeln (unser Kürbis wog im Ganzen ca. 1400 g und nach dem Entkernen ca. 1150 g)
  • ca. 1 l Wasser
  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Zwiebel, grob gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, grob gehackt
  • ca. 3 TL veganes Brühepulver
  • etwas Öl
  • Kurkuma, Koriander und Ingwer (jeweils gemahlen)

Zubereitung:
  • Zwiebel und Knoblauch in etwas Öl glasig anschwitzen,
  • Kürbiswürfel, Brühepulver und so viel Wasser hinzugeben, dass der Kürbis fast bedeckt ist, und aufkochen.
  • Für etwa 10 Minuten auf niedriger Stufe köcheln, bis der Kürbis gar ist (aus hart ist zart geworden).
  • Kokosmilch hinzugeben, pürieren, ggf. noch etwas Wasser hinzugeben und mit den Gewürzen abschmecken.
  • Fertig! Dazu etwas aufgebackenes Baguette, Brötchen oder dergleichen reichen.


veganes Kinderbuch: "Karl Klops - Der coole Kuhheld"


Auch wenn ich den Titel noch immer etwas komisch finde, so hat mich "Karl Klops - Der coole Kuhheld" von der ersten Seite bis zum Schluss gefesselt.
Bei dem Wort "Kinderbuch" hatte ich mir eher ein flottes Durchblättern in 5 Minuten vorgestellt, stattdessen haben wir etwa eine Stunde laut vorgelesen, während unser eineinhalbjähriger Sohn unsere Ablenkung nutzte, um endlich zügellos die Wohnung auseinander zu nehmen.
An einigen Stellen der Geschichte musste ich echt lachen und an anderen Stellen standen mir die Tränen in den Augen. Ohne auf Details irgendwelcher Grausamkeiten einzugehen, so wird doch sonnenklar, welches Leid "Nutztieren" selbst unter so genannten "guten Bedingungen" angetan wird.
Trotz der traurigen Momente geht das Buch auf eine schöne Weise ans Herz und ist auch für Erwachsene (und Nicht-Veganer ;) ) durchaus zu empfehlen.
Ich freu mich schon darauf, wenn unser Sohn alt genug ist, der Story zu folgen. :)

vegane Pfefferminztaler mit Fair Trade-Schokolade

Bald kommt Familienbesuch und da die After Eight-Torte im Leaf so traumhaft schmeckt, wollte ich es nun selbst einmal wagen. Doch wo bekommt man nur Fair Trade-Pfefferminztaler?!
Daher gibt es an dieser Stelle erst einmal das Rezept für meinen ersten und durchaus gelungenen Versuch Pfefferminztaler mit Minzöl selbst herzustellen.
An dieser Stelle steht übrigens u.a., dass das Pfefferminzöl gut bei Erkältung ist. Haben diese herrlichen, vor Zucker strotzenden Taler also evtl. doch auch gesundheitliche Vorteile? :D

Zutaten:
250 g Puderzucker
2 TL Orgran No-Egg vermischt mit 1 EL Wasser
3 TL frischer Zitronensaft
7 Tropfen reines (!) Pfefferminzöl (5 ml kann man sich für knapp 3 € in der Apotheke abfüllen lassen)
100 g vegane Fair-Trade-Schokolade (Info zu Kindersklaverei für Nicht-Fair Trade-Kakao)
12,5 g Kokosfett (z.B. Palmin)

Zubereitung:
Puderzucker bis auf etwa 125 ml mit No-Egg, Zitronensaft und Pfefferminzöl vermischen, so dass ein geschmeidiger, fester Teig entsteht.
Vorzugsweise mit einem (Einhand-)Mehlsieb die Arbeitsfläche so viel des restlichen Puderzuckers wie nötig bestäuben und den Zucker-Teig darauf ausrollen.
Derweil die Schokolade mit dem Kokosfett im Wasserbad schmelzen und schließlich verrühren.
Nun mit einem geeigneten Ausstecher oder runden Gegenstand die Taler ausstechen (Ich habe so einen 50 ml-Mini-Messbecher von einem Hustensaft oder so genommen). Den Rest des Teiges kurz verkneten und erneut ausrollen und ausstechen.
Die einzelnen Taler auf einer Gabel vorsichtig in die flüssige Schokolade tauchen, Unterseite kurz abstreifen und zum Abkühlen mit Hilfe eines Teelöffels auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen (oder was auch immer in den Kühlschrank passt). Wurden alle Taler schokoliert, für 12 Stunden im Kühlschrank durchkühlen.

Das Rezept orientiert sich im Wesentlichen an diesem hier.