veganes Tomate-Mozzarella-Baguette

Die Nachrichten über einen Testlauf von veganen Baguettes bei LeCrobag haben mich inspiriert ein altes Rezept wiederaufleben zu lassen und zu verbessern.
Ich steh massiv drauf und in den letzten zwei Wochen gab es das Zeug schon insgesamt vier mal. Extrem lecker, schnelle Zubereitung ohne Kochen und hervorragender Sättigungsfaktor.
Ausprobieren! :)


Zutaten (für die Portion im Bild):

  • 1/4 Baguette oder so, aufgeschnitten (wer entdeckt die Mogelei im Bild? :D )
  • 100 g mittelweicher Tofu (z.B. Taifun, Alnatura - bloß nix Sprödes), in dünnen Scheiben (3 - 4 mm)
  • 1/2 Tomate, in dünnen Scheiben (scharfes Messer benutzen ;) )
  • 2 TL vegane Mayonnaise
  • 1 EL veganer Balsamico (nach detaillierter Befragung von Alnatura kann ich mit Freude bekanntgeben, dass der dunkle Balsamico dieses Herstellers vegan ist)
  • 1 EL Olivenöl
  • 1 TL Zucker
  • 2 Prisen Salz
  • optional einige Basilikumblätter (rockt auch ohne)

Zubereitung:
  • Baguette mit Mayo bestreichen.
  • Abwechselnd mit Tofu, Tomate und evtl. Basilikum belegen.
  • Balsamico, Olivenöl, Zucker und Salz vermischen und großzügig über das belegete Baguette geben.
  • Vor und nach dem Essen: Hände waschen nicht vergessen. ;)

veganer Käse - ein Rückblick und die neue Generation

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass Wilmersburger im August 2012 die Wilmersburger Scheiben herausbrachte und damit in der "veganen Gemeinschaft" für Furore sorgte. Das Produkt war revolutionär - bisher gab es keinen leidfreien Käse, der selbst Nichtveganer so überzeugte.
Recht schnell wurden Stimmen laut, welche die Verwendung von Palmöl in den Wilmersburger Produkten kritisierten. Bereits drei Monate später im November 2012 wurden die Scheiben mit dem weniger in der Kritik stehenden Kokosöl hergestellt.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt brachte auch Vegourmet mit seiner Jeezini-Reihe vegane Käsescheiben auf den Markt, welche sich von den Wilmersburger-Produkten nur in Verpackung, Format und einem geringeren Preis unterschieden. (wir berichteten)
Dazu sollte man wissen, dass beide Produktreihen ihren Ursprung beim griechischen Hersteller Viotros haben, wobei Vegourmet seine Ware direkt in Griechenland verpacken lässt, wo man sich damals etwas Zeit mit den Labels ließ.

Während AVE/alles-vegetarisch.de es von Anfang an ablehnte, Jeezini-Produkte ins Sortiment aufzunehmen, angeblich da "Wilmersburger geschmacklich und qualitativ besser" sei, arbeitete man bei Vegourmet bereits daran, die Übergangslösung Kokosöl, dessen Herstellung ökologisch ebenfalls durchaus fragwürdig ist, durch ein nachhaltigeres Fett zu ersetzen.
Bald darauf wurden Gerüchte in die Welt gesetzt, Jeezini enthalte entgegen der Aussagen von Vegourmet Palmöl. Seinen Höhepunkt hatte dies im April 2013 in einer öffentlichen Behauptung seitens alles-vegetarisch.de, man hätte aufgrund der vielen Nachfragen (nach einem Produkt, welches sie nicht führen) eine Laboranalyse machen lassen, welche ergeben hätte, dass Jeezini Palmöl enthalte. Alles-vegetarisch.de verkauft im Übrigen zahlreiche Produkte, die Palmöl enthalten. Die bisher bestehende Geschäftbeziehung zwischen alles-vegetarisch.de und Vegourmet war damit auch Geschichte.

vegane Käsespieße mit Vegourmet Jeezo Santi
vegane Käsespieße mit Vegourmet Jeezo Santi

Seit Juni 2013 gibt es endlich die Jeezini-Produkte mit neuer Rezeptur, die nicht nur palmölfrei ist, sondern dessen Fett zu 70% aus Sheabutter und nur 30% Kokosfett besteht (neues Ziel: 100% Shea). Trotz höherem Einkaufspreis für die nachhaltigere Sheabutter wurde der Verkaufspreis löblicherweise nicht angehoben.
Seit Juli 2013 sind nun auch drei der ehemals palmölhaltigen Käseblöcke (Santeciano & Co.) von Vegourmet mit der neuen Rezeptur und unter neuen Namen erhältlich: Die Produktreihe nennt sich Jeezo und die Produkte heißen Santi, Monti und Bianco. (die Umstellung der anderen ist noch im Gange)
Das Beste daran ist, dass sich die Konsistenz tatsächlich revolutionär verändert hat: Nicht nur, dass die Produkte noch besser schmelzen, sich dabei noch "käsiger" anfühlen und teilweise sogar ein bisschen Fäden ziehen, sondern vor allem, dass sie auch im kalten Zustand nicht von leidvollem Käse unterschieden werden können (zumindest war das bei den Käsespießen, die wir unseren acht nichtveganen Gästen anboten, der Fall).

Ebenfalls im Juli 2013 ist Veganic auf dem Markt für veganen Scheibenkäse aufgetreten. Nachdem sie schon lange Zeit den Santeciano von Viotros vertrieben haben, sind dort mit den Violife-Produkten nun auch die ersten veganen Käsescheiben erhältlich, die den Namen des griechischen Herstellers tragen. Einige Cent günstiger als die Vegourmet-Produkte, dafür aber auf reiner Kokosfett-Basis. Geschmacklich bemerke ich auch hier keinen Unterschied zu den zuvor genannten Scheibenkäse-Produkten. Die Verpackung ist etwas anstrengender in der Handhabung, kommt dafür aber immerhin mit 80 % weniger Plastik aus, zudem finde ich sie optisch am ansprechendsten.

Ich war beim Schreiben dieses Artikels selbst einige Male überrascht, was in diesem einen Jahr seit Erscheinen der Wilmersburger-Scheiben alles passiert ist und auch wenn mir Wilmersburger nun nicht gerade am sympathischsten ist, so war ich heute doch sehr froh, in meinem alten Stamm-Reformhaus plötzlich Wilmersburger und viele andere vegane Produkte zu finden.


Dieser Artikel stellt die Wahrnehmung und Meinung des Autors dar. Der Autor versteht unter "Käse" auch Produkte, die laut Gesetz nicht als solche ausgezeichnet werden dürfen.

Jetzt richtig günstig mit veganem Wein eindecken

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veganer Wein

Besonders freuen mich die transparenten Kriterien für veganen Wein bei Delinat. Über den folgenden Link könnt ihr euch direkt das Angebot von mehr als 150 veganen Weinen ansehen.

Erst hatte ich Probleme, eine "Bestellung ohne Registrierung" zu tätigen: Es gibt leider keine entsprechende Fehlermeldung, aber auch hier muss man eine eine Email-Adresse angeben (zur Bestellbestätigung etc.). Schließlich war ich nochmal sehr positiv überrascht, dass man einfach und risikofrei per Rechnung zahlen kann. :)

Schon seit die Recherchen zu Weinstein mir aufgezeigt haben, wie komplex das Thema veganer Wein ist und wie schwer es sein kann in diesem Bereich vertrauenswürdige Antworten auf Produktanfragen zu erhalten, wollte ich einen Post darüber machen. Darin sollte Delinat aufgrund seiner vertrauenserweckenden Kriterien ohnehin Erwähnung finden.

Bier mit NICHT veganem Etikett: Ratsherrn DOCH UNVEGAN

UPDATE (26.8.2013): Durch einen Hinweis per Email habe ich erfahren, dass nun doch Kaseinleim für Ratsherrn verwendet wird. Ob es von Anfang an eine Fehlinformation war, die wir erhalten haben, oder ob etwas umgestellt wurde, konnte bisher nicht geklärt werden.
Die nach heutigem Stand falschen Informationen habe ich ausgegraut.

Nach langer Recherche endlich entdeckt: Ein Flaschenbier mit kaseinfreiem und veganem Etikett.
Etwa 40 Brauereien habe ich angeschrieben. Fast alle gaben an, grundsätzlich Kasein für den Etikettenleim von Flaschenbieren zu verwenden.
Nur die Ratsherrn Brauerei bekundete für alle Sorten (die ebenfalls vegan sind) ausschließlich stärkebasierten veganen Leim zu verwenden und stand auch für Rückfragen zur Verfügung.
Noch gibt es Ratsherrn leider bei Weitem nicht überall.

Hintergrund:
Auch wenn ich in diesem Punkt noch alles andere als konsequent bin, rückt für mich als ethisch motivierten Veganer nun auch immer mehr die Verpackung von Lebensmitteln in den Mittelpunkt. Schließlich ist konsequenter (ethisch motivierter) Veganismus nicht auf eine Ernährungsweise beschränkt, sondern versucht die Ausbeutung von nichtmenschlichen Tieren in allen Lebensbereichen zu vermeiden. In der Konsequenz schließt das z.B. die Nichtbenutzung von Lederschuhen, anderen unveganen Gegenständen wie auch unveganen Verpackungen ein.

veganer Rhabarberkuchen

Endlich wieder Rharbarber-Zeit. Jetzt ist wirklich der Frühling da.
Und wenn es mal wieder kälter wird, ersetzt man den Rhabarber durch 3 bis 4 Äpfel und gibt in den Teig noch 2 TL Zimt und schon hat man einen Kuchen der perfekt in den Herbst passt.

veganer Rhabarberkuchen
 
Zutaten (für eine Springform):
  • 260 g Mehl
  • 140 g Zucker
  • 160 g Margarine (z.B. Deli Reform)
  • 2 Pkg. Vanillezucker
  • 3 TL Backpulver
  • 200 ml Pflanzendrink (Soja, Reis, Hafer..)
  • 1 Prise Salz
  • ca. 600 g Rharbarber


Zubereitung:
  • Zucker, Vanillezucker, Salz und Margarine schaumig schlagen.
  • Mehl, Backpulver und Pflanzendrink hinzugeben und zu einem glatten Teig verrühren.
  • Etwas Teig abnehmen und damit den Boden einer gut eingefetteten Springform bedecken.
  • Rhabarber gut waschen und ggf. schälen. Danach in Stückchen schneiden und in den restlichen Teig geben. Einmal gut unterheben.
  • Den Teig nun auch in die Springform geben und verteilen.
  • Im vorgeheizten Backofen bei 170°C 55 Minuten backen. Feeeertig und sooo lecker.